Google Chrome Operating System

Google greift mit dem Chrome Operating System die Idee des CrunchPad auf

by Markus on 8. Juli 2009

Gestern veröffentlichte Sundar Pichai, Vizepräsidentin Produktmanagement bei Google, eine neue Vision von Google, dem Google Chrome Operating System. Springt Google nun auf den Zug vom CrunchPad auf, oder steckt hinter dem Google Chrome OS eine ganz andere Vision?

Sundar Pichai berichtet im Google Blog über neue Visionen des Unternehmens, ein Betriebssystem zu schaffen, das direkt in einen Browser bootet und vom Benutzer keine weiteren Kenntnisse vom System erwartet. Betriebssysteme auf denen Browser heuer laufen, entstanden zu einer Zeit, wo es kein Web in der Form wie es heute existiert, gab. Deswegen müssen neue Innovationen her. Google möchte eine solche Innovation mit dem Google Chrome Operating System ins Leben rufen.

Der ein oder andere, der hier vielleicht schon ein paar Tage mitliest, wird sich wundern. Das klingt doch nach nichts neuem. Genau. Wir erinnern uns nämlich an den Leitspruch von Fusion Garage, dem Entwicklungsteam des Browsers, der auf dem CrunchPad läuft: “What if the browser could boot without an OS? How different would the world be?“. Genau das sind die Visionen von Google und auch von Fusion Garage, nur das Google ein wenig spät mit dieser Veröffentlichung daher kommt.

Wir vermuten, dass Google auf den Zug des CrunchPad mit aufspringen möchte und die Entwicklung eines Browser OS von Anfang an mitbestimmen möchte. Das Google Chrome OS soll komplett unter einer Open Source Lizenz veröffentlich werden und von der Open Source Community Grundlegend mit entwickelt werden. Noch im Laufe dieses Jahres will Google den Code veröffentlichen und 2010 in der zweiten Jahreshälfte den Benutzern zur Verfügung stellen.

Das Hauptaugenmerk bei der Entwicklung des Google Chrome OS soll auf Geschwindigkeit, Einfachheit und Sicherheit gelegt werden. Zum Thema Sicherheit lehnt sich Google ziemlich weit aus dem Fenster und berichtet, dass das System von Grund auf neu konstruiert werden soll und dafür gesorgt werden soll, dass der Endverbraucher sich keine Sorgen mehr um Viren, Malware und Sicherheitsupdates machen muss. Das System soll in einem neuen “Windowing System” laufen und auf einem Linux Kernel basieren.

Anfangs soll das Google Betriebssystem auf Systemen wie Netbooks laufen, später aber auch auf normalen Desktop-Rechnern. Zielgruppe sollen dabei diejenigen sein, die einen Großteil ihrer Zeit im Web verbringen.

Was denkt ihr, hat Google diese Pläne schon länger im Keller liegen, hat aber die Zeit verpasst, diese an die Öffentlichkeit zu verbeiten, oder denkt ihr, Google will einfach auf die Idee von Michael Arrington und dem CrunchPad aufspringen?

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1 MaD 9. Juli 2009 um 09:46

Google hat bereits vorher (z.B. beim T-Mobile G1) ein eigenes Betriebssystem verwendet.
Wie man dem Schuster früher hinterher rief: “Bleib bei Deinen Leisten!”, so haben wohl auch die Google-Mitarbeiter das gemacht, was sie am besten können: Webbasierte Programmierung.
Die Idee “Apps” hat Google schon Lange: Seit 2006 werkeln die Jungs nun schon an den Google Apps (siehe: http://www.golem.de/0608/47413.html)

Es ist einfach eine Frage der Zeit, bis auch Microsoft merkt, wie man Resourcen sparen kann: Mit Web-Programmierung!

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